Bewegung ist Pflicht

Blue Mondays – Das neue Jahr hat begonnen. 2020- was für eine Zahl. Das schreit förmlich nach Veränderung und haufenweise guten Vorsätzen. Doch wie erhält man sich diesen mitreißenden Antrieb langfristig, wie bleibt die Euphorie alles verändern zu können erhalten und wie fällt man nicht in kürzester Zeit in seine alten (Denk)Muster zurück?

Kontinuität- Das Stichwort heißt Kontinuität! Von der Industrie angetrieben, kaufen sich vor allem Frauen gern zum Jahreswechsel einen neuen Planer um dort ihre guten Vorsätze und Ziele gleich auf den ersten Seiten festzuhalten.

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Hochmotiviert beginnt der Versuch, sein Leben am besagten Stichtag um 180 Grad zu ändern. Die häufigst genannten Ziele dabei sind:

Mehr Sport

Gesunde Ernährung

Keinen Alkohol

Weniger Konsum dafür mehr Nachhaltigkeit

Shoppingpause

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Meine Damen, nach dem ersten großen Sale Schaufenster oder der Push Benachrichtigung in der Zara App, wissen wir alle, der letzte Punkt ist eigentlich schon wieder für die Katz, oder?

Die Selbstgeißlung beginnt trotzdem, die anderen Ziele gelten jetzt umso mehr. Schnelle Erfolge und ein adäquates Ergebnis müssen her, sonst leidet das Selbstbewusstsein und die Disziplin geht noch bevor der erste Gym- Probemonat abgeschlossen ist, flöten. Auffällig an all diesen Zielen ist, dass alle eine gewissen Gemeinsamkeit inne haben. – Egoismus und blinder Aktionismus nämlich.

Im Grunde ist die Gesamtsituation zum Jahresende niederschmetternd, es fehlt durch den Winter das nötige Vitamin D für ein positives Mindset und auf einmal, wie von der Tarantel gestochen, ist alles „Gewöhnliche“ plötzlich schlecht und muss von Grund auf geändert werden.

Der Fehler – Der Fehler beginnt meist schon in der Zielformulierung und der dahinter verborgenen Erwartungshaltung. Wer seit Monaten kein Fitnessstudio betreten hat und auch die Laufschuhe nur in der hintersten Ecke im Schuhschrank parkt, wird durch einen Blitzeinfall in der Silvesternacht langfristig keinen positiven Erfolg ernten.

Von 0 auf 100 starten, ist der fundamentalste Fehler und erstickt alles weitere im Keim. Das Level ist eindeutig zu hoch, es müssen kleinere Schritte her um besagte Kontinuität mit kleinen Teilerfolgen zu fördern und das positive Lebensgefühl ausreichend zu füttern.

Am besten macht ihr euch Gedanken, die o.g. großen Baustellen in mehrere Unterziele zu gliedern und mit einem Timing zu versehen. Um zum Beispiel mehr Sport im Alltag einzuplanen, muss genau überlegt sein, an welchen Tagen Lücken eingebaut werden können, um die Zeit für den neuen Vorsatz langfristig in alltägliche Routinen zu verwandeln.

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Das richtige Sportoutfit – Um genügend Motivation zu sammeln, hilft schon passende Sportkleidung. In dem verwaschenen Schlafshirt und dem viel zu eng sitzenden Sport BH hätte ich auch keine Lust, mich zu bewegen.

Offensichtlich haben Nachlässigkeit und zu viel Kuchen, Kekse und die Weihnachtsgans die Hüften breiter werden lassen. Mein Tipp an dieser Stelle: Kauft euch ein Set bestehend aus Hose und BH in einer Nummer größer als gewöhnlich.

Das klingt im ersten Moment zwar idiotisch, denn viele möchten abnehmen und nicht auf dem „zu großen Kram“ sitzen bleiben: aber ist das Geld für das neue Outfit wirklich vermeidlich zum Fenster rausgeschmissen worden, oder kann das Outfit nicht langfristig für ein besseres Tragegefühl gepaart mit Stolz, wie locker der Bund schon sitzt, im Schrank verweilen?

Motivierendes Equipment – Nachdem die Frage geklärt ist, welches Sportoutfit zu Beginn motiviert un langfristig „Akzente“ setzt, kommen wir zu den Frauen, die das Gym meiden und gern Youtube Videos von Pamela Reif, die Units von Gymondo oder selbst Yoga im Wohnzimmer praktizieren wollen. Ohne Equipment, geht da nichts. Für Yogamatte, Hanteln und Co empfehle ich zu Beginn, weniger ist mehr.

Balance zwischen Leistung und Ernährung – Zu guter letzt ist neben Kontinuität, richtigem Outfit und Equipment auch die Ernährung ein wichtiger Faktor um langfristig Erfolge zu feiern.

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Fasten hilft. Wie bei allem gilt aber, anfangs nicht direkt übertreiben, denn am Ball bleiben führt langfristig mehr zum Erfolg. Kein unrealistisches Timing setzen, nicht hungern oder völlig verausgaben, sodass der Zucker im Blut sinkt und der Griff zum Schokoriegel folgt. – Ach was red ich, zur gesamten Schokoriegel Verpackung bevorsteht.

So bestärkt sich nur der Gedanke, „Ab morgen aber nicht mehr. War bestimmt nicht so schlimm.“ – Doch meine Lieben, war es. Für mich ist genau dieser Moment kritisch und ein Startschuss, meine Vorsätze schleifen zu lassen. Ich habe schon immer gern genascht und mir den Süßkram komplett zu verwehren, richtet mehr Schaden an, als dass es hilft.

Süßigkeitenliebhaber sollten also bloß nicht in Gänze mit ihrer Lust auf Süßes aufhören, jedoch ein gesundes Maß für den eigenen Konsum von Zucker und Co. finden.

Abnehmen leicht gemacht

Fazit – Kleine dafür mehrere Ziele zu einem langfristigen Hauptziel verbinden. Realistisch bleiben, Timing gezielt auswählen und keine Übertreibungen zulassen. Klassische Cheat Days vermeiden und den Cheat Moment ins Leben rufen. Disziplin und Wille es bis zum Schluss zu schaffen. Den wirklichen Leidensdruck hinterfragen oder einfach ein Mittel finden, um den Winter Blues abzuschütteln.

Langfristiger Erfolg stellt sich ein, es macht Klick im Kopf und der Vorsatz fühlt sich nicht mehr wie eine maßgebliche Veränderung an.