Zwei Mütter, keine Kids und viel Spaß!

Mensch, schon wieder rum dieser Muttertrip. Wie lange habe ich ihn herbeigesehnt und wie skeptisch bin ich heimlich in Gedanken gewesen, ob eine vier-tägige Trennung nicht zu früh für mein Kind und mich sei. Erster Urlaub allein, will ich das denn wirklich? Im Nachhinein betrachtet, sind meine Zweifel schlichtweg großer Bullshit gewesen.

Mailand, erste Reise ohne Kind

Mailand, erste Reise ohne Kind

Ich wollte und ich konnte…

denn es war großartig und ein echter Befreiungsschlag für meine Seele. Ich hatte mich während der Zeit so lebendig wie schon lange nicht mehr gefühlt. Weit weit weg von Alltagsstress, Verpflichtungen und dem Wecker konnte ich abschalten. Eine geniale (Aus)Zeit, mega viel Spaß und gute Gespräche ohne ständig in den Augenwinkeln das nächste Dilemma vorhersehen zu müssen, liegen hinter mir. Wahnsinn wenn ich bedenke, dass diese Kleinigkeiten schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr für mich sind.

Wer denkt, er müsse nur noch für das Kind leben und einstehen, verpasst das wahre Leben am Puls der Zeit. Ich habe mich extrem erleichtert gefühlt, als ich selbst gemerkt habe, dass ich es bin, die nicht loslassen kann. Der Abschied von meiner kleinen Mucki war nämlich viel schwerer für mich als für sie. #maternal gatekeeping

Mein Baby gehört zu mir!

Die helfenden Hände von Oma und Opa haben sich wie schon so oft in der Vergangenheit an diesem Wochenende mehr als bewährt. Ich bin sehr dankbar und weiß diese Option wirklich zu schätzen. Die Unterstützung der Großeltern zu erhalten um sich eine Auszeit zu gönnen, stellt in vielen Familien keine Selbstverständlichkeit dar. Mucki hatte somit auch ohne mich den Spaß ihres Lebens und ich war mindestens genauso happy ohne mein Kind in Mailand unterwegs.

Modejunkie, here i am

Mailand, erste Reise ohne Kind

Mein Travelbuddy und ich jagten währenddessen in Rekordzeit durch die Geschäfte und waren trotz bescheidenem Wetter total on fire. Dem ein oder anderen Aperol Spritz sei Dank, vergaßen wir schnell die dicke Wolkendecke über unseren Köpfen und das Konto geriet fröhlich weiter in tiefrote Zahlen. Ein Gürtel hatte es mir angetan. Was soll ich sagen, er schrie meinen Namen und ich zückte etwas beschwipst und total fremdbestimmt die Kreditkarte. Leid tut es mir nicht. Das Teil hab ich mein Leben lang. Basta.

A little Party never killed somebody

Mailand, erste Reise ohne Kind

Der Sinn dieser Auszeit war klar definiert. Spaß zu haben und die tiefe Freundschaft mit 20-jährigem Bestand zu feiern, what else? Wir stürzten uns also voller Vorfreude ins Nachtleben und hatten die Zeit dabei nun endgültig vergessen. Dr. Jones und Barbie Girl sei Dank. Mit von der Partie natürlich die neuen Errungenschaften aus dem vorangegangenen Shoppingmarathon.

Was soll ich sagen, wenn ein Wochenende euch als Einschätzung reicht, ist diese großartige Stadt definitiv nicht nur für Fashionliebhaber eine Reise wert, sondern hat auch kulturell was zu bieten. Wer in nächster Zeit auf der Suche nach dem Dolce Vita ist und eine Unterbringung in zentraler Lage mit direktem Blick zum Mailänder Dom und vor den heiligen Modehallen der Galeria „Vittorio Emanuele“ sucht, sollte sich unser Hotel mal genauer ansehen.

Mein persönlicher Hotspot der Stadt

Mailand, erste Reise ohne Kind

Den krönenden Abschluss bildete unser Ausflug in das „Navigli“ Viertel direkt am Kanal. Das Leben meinte es an diesem Tag weiterhin besonders gut mit uns und aufgrund des Wetterumsprungs und viel viel Sonne, konnte auch das Hangover-Face hervorragend durch die großen Sonnenbrillen kaschiert werden.

So sind dann also viele Bilder und Videos auf diversen sozialen Medien entstanden, an die ich mich noch lange glücklich zurück erinnern werde. Meine erste Reise ohne Kind war goldwert und ich kann es jeder Mutter empfehlen. Lasst los wenn ihr so weit seid und nehmt euch bewusst eine Auszeit. Es lohnt sich.

Mailand, erste Reise ohne Kind

Zum Glück hab ich auf meine innere Stimme gehört und losgelassen. Erste Reise ohne Kind erfolgreich und unbeschadet für alle Beteiligten überstanden.

No maternal gatekeeper anymore.