Die Highlights vs Lowlights

Ich beginne klassisch und werde euch einige meiner High- and Lowlights aus dem Jahr 2017 verraten. In Summe war das Jahr für mich eher von Schwächen und Niederschlägen geprägt, sodass mir nichts anderes übrig bleibt, als ziemlich optimistisch ins Neue zu blicken. 2017 wird daher sehr einfach für mich zu verabschieden sein und ich sehne mich nach mehr Erfolg, hoffe auf viel Gesundheit und strebe enorm viele neue Lebensziele an. 2018, komm du nur, wir erwarten dich bereits mit offenen Armen.

Wenn mich Jemand fragt, ob ich eher die guten oder lieber die schlechten Nachrichten zuerst hören möchte, entscheide ich mich immer für die „bad news at first“ Variante. Wenn danach direkt etwas Positives folgt, ist es irgendwie weniger schlimm. Das bilde ich mir jedenfalls immer ein und warum also nicht auch fest daran glauben? Es schadet sicher nicht.

2017 bin ich Dreißig geworden.

D.R.E.I.S.S.I.G

Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Schon wieder weg dieser positive Gedanke von dem ich soeben noch gesprochen hatte. Das hier stellt definitiv eine Ausnahme dar. Unmöglich daran etwas Gutes zu erkennen. Forever Young fühle ich mich nur noch in meinen Träumen. Für die meisten meiner Freunde und Bekannten klingt das toll. Ich fühle mich allerdings hundsmiserabel, beklage mich oft und nerve alle mit meinem Gejammer, denn eigentlich bin ich ja noch eine der Jüngsten.

Die Tatsache macht mir einfach zu schaffen und ich bilde mir ein, es geht körperlich wirklich bergab mit mir. Partynächte sind nur schwer innerhalb von 24h zu verdauen, die Schwerkraft meint es mit 40 % meines Körpers weniger gut und die eigene Mutter appelliert mit einem Augenzwinkern bereits an meine Vernunft und empfiehlt Q10, weil es Zeit wäre.

Früher

Wow, ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit Anfang 20 zum Arbeiten anfing und ich bei weitem die Jüngste war. Ein Rookie, nicht nur im Job, nein in meinem ganzen Leben. Wo ist denn bitte die Zeit geblieben? Nun schon 2,5 Jahre Mutter und gefühlt zehn Jahre mehr auf dem Buckel. Das darf doch wohl nicht wahr sein…

Statt es einfach zu akzeptieren, mache ich große Augen, wer sich noch mit dem Thema „alt werden“ befasst und einfach etwas nachhilft. Dabei denke ich an keine Pflege oder ein besonderes Serum. #youknow Vielleicht muss ich darüber auch mal ernsthaft nachdenken…

Die liebe Liebe

Mit ihr habe ich 2017 auch so oft meine Problemchen gehabt. Eindeutig nicht unser bestes (Ehe)Jahr, aber wie heißt es so schön:

In guten, wie in schlechten Zeiten.

Es kann definitiv nur besser werden und einer von vier sehr großen Wünschen ist bereits in dieser Woche als kleines Weihnachtswunder in Erfüllung gegangen. Wir dürfen umziehen. Raus aus der Stadt, ein bisschen mehr grün vor der Türe, 120qm und einen riesengroßen Südbalkon. Endlich mal genug Platz für uns. So toll Maxvorstadt/Schwabing auch ist, es ist auf Dauer nix mit Kindern und bezahlbarer wird es auch nicht.

Kaum mal acht bis zehn Kilometer außerhalb des ersten Rings, bekommt man einfach mehr für sein Geld und wer mich kennt weiß, einen Grund zum Shoppen finde ich immer. Was mir definitiv abgehen wird, sind die vielen Cafés und Restaurant in unmittelbarer Nähe. Aber naja, Abstriche für die Familie zu machen ist okay und ich freue mich auf all das Neue, was kommen mag.

Der Falsche Fünfziger

Zum Glück kann auch die ein oder andere Bekanntschaft mit einem solchen Umzug an den Nagel gehangen werden. Selten sind mir so viele falsche Fünfziger begegnet, wie in 2017. Sei es privat oder im Job. Leider war das Jahr  zwischenmenschlich betrachtet eher eine Entschäuschung als eine Bereicherung.

Ich verlasse mich in solchen Momenten am liebsten auf mich selbst. Probleme bespreche ich nicht in aller Öffentlichkeit und schwere Zeiten mache ich oft mit mir selber aus. Ich werde ruhiger, reflektiere viel und analysiere die Momente wieder und wieder. Meistens komme ich so mit mir und der unglücklichen Situation am schnellsten zurecht und kann irgendwie meinen Frieden damit schließen.

Wer glaubt, ich würde dabei nicht kritisch auf das eigene Handeln zurückblicken, der irrt. Meistens zermarter ich mir stunden – sogar tagelang die Birne, was ich wohl falsch gemacht habe, ob mein Lösungsansatz der richtige war und wie ich es in Zukunft besser machen kann. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Erziehung unserer Mucki, frage ich mich fast täglich, ob ich ihr eine gute Mutter bin und ihren Ansprüchen genügen kann.

Milestone Momente in 2017

Ein persönlicher Jahresrückblick ist in vielerlei Hinsicht hilfreich, denn man kann die schönen sowie die traurigen Momente noch einmal im Kopf durchspielen und genießen bzw. verarbeiten. Ein ehrlicher Moment an dem wir auf Vergangenes zurückschauen und lachen, weinen, verzweifeln oder einfach froh sind. Jedes Jahr ist anders und auf seine Weise speziell. Rückschläge stärken uns und Glückseligkeit heilt auf Dauer alle Wunden.

Zu meine absoluten mega Highlights aus 2017 gehört meine Reise nach New York. Dreizehn Tage allein, ohne Kind und Mann. Nur ich und eine Stadt, von der man sagt, sie würde niemals nur ein Auge zumachen. Es war nicht mein erstes Mal, nein, schon das Dritte, allerdings war ich niemals allein im Big Apple.

Der Urlaubsplan sah wie folgt aus:

  • Ausschlafen und irgendwie den Jet Lag schnellstmöglich bekämpfen
  • Schlemmen was das Zeug hält
  • Sporteln im Central Park
  • Shoppen egal wo, so lange ich möchte und so ausschweifend ich will
  • Sightseeing und die große Liebe zu Brooklyn und Williamsburg entdecken

Ich bin mal wieder an meine Grenzen gestoßen, war im Schnitt täglich 15-20 km zu Fuß unterwegs und habe mir die Stadt so intensiv wie noch nie zuvor ins Gedächtnis gebrannt. Je mehr ich darüber nachdenke, mir dieses Highlight ins Gedächtnis zurückrufe und die vielen schönen Momente mich genau jetzt wieder völlig übermannen, umso größer wird die Sehnsucht, es 2018 einfach noch einmal zutun.

Why not?

Das Leben ist kurz, jünger werde ich nicht mehr und genau jetzt denke ich mir wieder, sollte ich genau aus diesem Grund doch alles machen, wonach mir der Sinn steht.

Herausforderungen einer Working Mom

Im September ging es für mich in einen neuen Job. Völlig andere Branche, neue Kollegen, Teilzeitstelle, projektbasiert. Also mal sehen was das neue Jahr dahingehend überhaupt bringt. Angst macht mir dieser Zustand keine, denn Familie und Freunde geben Rückhalt, sprechen dir Mut zu und du weißt, als Working Mom in Deutschland hast du es nicht leicht.

Der Arbeitgeber hat viel zu oft Schiss, dass du bald das nächste Kind werfen möchtest und einfach nur auf der Suche nach einem sicheren Job bist. Ob Frauen mit Kind auch im Job ehrlich hohe Ambitionen haben, ist meistens irrelevant. Schade eigentlich, aber dieser Moment ist schon so oft in meinem Kopf durchdacht worden, dass mir langsam fad davon wird.

Diese Tatsache ist wie mein Geburtsjahr nicht zu ändern und ich arrangiere mich damit. In 2018 ein stückweit besser als in diesem Jahr, hoffe ich.

Wünsche und gute Vorsätze für 2018

Ein großer Wunsch ist mir, wie ihr ja gelesen habt, bereits vor Kurzem erfüllt worden. Ich darf mit Kind und Mann in eine viel größere und ziemlich schicke Wohnung ziehen. Ich liebe es, ein neues Zuhause zu schaffen, einzurichten und einem Ort meine persönliche Note zu verleihen.

Bereits jetzt vergeht kein Tag, an dem ich nicht bei Westwing stöbere, Ebay Kleinanzeigen aufgebe oder bereits die ersten Kartons packe.

Wunschliste

  1. Neue Wohnung
  2. Fester Job
  3. Reisen, SFR vs. NYC
  4. Bleibt mein Geheimnis

Vorsätze

  1. Meinen Körper auf Vordermann bringen.
  2. Mehr auf Gesundheit und vor allem Ernährung achten.
  3. Noch härter für mamilicious zu arbeiten.
  4. Etwas gelassener zu bleiben. Dürfte meinen Ehemann freuen! (Ich weiß, dass du das ließt.)
Danke

Ich glaube das sollte machbar sein. Ich verziehe mich nun mal aus meinem Bett, denn Silvester steht unmittelbar vor der Tür und ich hab da so einiges zu erledigen. Bei uns wird es gemütlich. Freunde kommen vorbei, die Kinder sind bei uns und es wird einfach gefuttert, gesüffelt und gespielt.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen tollen Abend, rutscht gut rüber und nochmals Danke für eure Treue. Ich weiß die vielen Anmerkungen wirklich zu schätzen und es ehrt mich, dass so viele diesen Blog zur Kenntnis nehmen und regelmäßig lesen.