Wir sind (fast) angekommen

Endlich sind die Kisten ausgepackt, die Schränke eingeräumt und es kehrt Ruhe und eine Art Alltagsroutine im Team Eckl und unserem Cozy Home ein. Ich kann nicht genau sagen warum ich diesen Umzug als besonders stressig empfand, vielleicht war es der knappe Zeitpunkt oder die einfache Tatsache, dass ich nicht nur mein eigenes Hab und Gut verräumen musste, sondern auch Muckis Habseligkeiten unversert ins neue Zuhause einziehen wollten.

Der Trubel der letzten Wochen hat Spuren hinterlassen. Ich bin ausgelaugt und sehne mich nach Ruhe und Gemütlichkeit. Wie passend, dass ich dem Großstadtdschungel den Rücken gekehrt habe und es im neuen Cozy Home wirklich außerordentlich ruhig zugeht.

Ab und an treffen wir Pferde auf dem Gehweg, spielen im Wald, suchen dabei die Maus oder wahlweise das Grüffelo oder fahren Traktor, weil mal eben einer in der Straße rumsteht. Verrückt…

Cozy Home

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Aller Anfang ist schwer

Es fühlt sich alles so an, als wären wir im Urlaub und auch Mucki begreift noch nicht, dass es kein altes Zuhause mehr gibt. Für sie ist die neue Bleibe eher ein Zwischenstopp und bald gehts wieder zurück nach Hause. Sie fragt täglich, ob wir wieder auf dem „anderen“ Spielplatz spielen gehen können. Damit meint sie den, der unmittelbar vor unserer alten Wohnung in Schwabing frei zugänglich für sie war.

Der Umzug ist ein schwerer Einschnitt in ihr gewohntes Leben und die krasse Veränderung wird ihr wohl noch länger in den Knochen stecken. Wir versuchen ihr ein gutes Kontrastprogramm zu bieten, sie mit neuen Aufgaben zu beschäftigen und lassen sie ganz aktiv an den Renovierungsarbeiten teilnehmen.

Sie fordert sogar ein, Mama oder Papa helfen zu dürfen. Ihr gefällt das neue Heim und die neuen Möglichkeiten, die sich ihr hier bieten, doch das alte Leben fehlt. Ich spüre, wie sie hin- und hergerissen von der neuen Situation ist und je länger ich darüber schreibe, umso bewusster wird mir, wie gut sie das eigentlich macht. #proudmom

Für Tipps zu diesem Thema, hinterlasst mir wirklich gern ein Kommentar am Ende des Beitrags. Mich würde brennend interessieren, wie ihr nach dem Umzug für eure Kids dagewesen seid, sie aufgefangen und Ihnen beim neuen Alltag geholfen habt. Ich freue mich immer auf neuen Input und gute Ratschläge von Eltern, die in der gleichen Situation stecken.

Cozy Home

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Auch wenn die Abläufe nun anders sind, gefällt mir mein neues Leben sehr gut. Wenn ich nicht gerade wieder an neue Designelemente von Westwing denke, Farbpaletten von Farrow and Ball studiere oder auf Inspirationsuche via Pinterest bin, gönne ich mir eine ruhige Minute auf meiner brandneuen Couch, ziehe mir was Gemütliches and und lasse meine Gedanken schweifen.

Am Liebsten kuschel ich mich dabei in meinen Jogger von Lou&Grey und nachdem ich kalte Füße hasse wie die Pest, geht der Griff natürlich auch zu ein paar warmen Socken, hier von Esprit. Nie mehr kalte Füße und hübsch anzusehen obendrein. Hier findet ihr alle Designklassiker des Traditionslabels auf einen Blick. 

In diesen Momenten bin ich meist mental so weit weg, dass ich kaum ansprechbar bin. Einfach mal abschalten und runterfahren, den Akku aufladen, das habe ich in der alten Bleibe nie wirklich gekonnt. Kaum aus dem Bett gefallen sind wir zum Frühstücken in die Hood und von einem neuen Hotspot zum nächsten gejagt.

Es gab einfach zu viel Auswahl, immer wieder Neues und der Tag ist meistens völlig sinnfrei wie im Flug vergangen und hat mich meiner ganzen Energie beraubt. Ich hatte fast Angst, etwas zu verpassen und wollte jeden neuen Laden selbst testen, jede Boutiqueinhaberin persönlich kennenlernen oder einfach jedes Staubkorn auf der Straße wiedererkennen.

Wie anstrengend, oder?

Nun lebt es sich irgendwie bewusster. Dieser Satz beschreibt es eigentlich sehr gut. Sei es das Dekorieren oder Gestalten neuer Räume oder die reine Tatsache, tief und fest und ohne Unterbrechung schlafen zu können. Alles schenkt mir mental so viel mehr Kraft und lässt mich meinen inneren Frieden finden.

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Ich erlebe den Tag bewusst langsamer, plane meine Aktivitäten genau und priorisiere tägliche To Do’s sinnvoll. Ich merke schnell, ob es mir zu viel wird und haue sofort die Bremse rein. Warum denn nicht mal genießen was man hat, anstatt immer dem hinterher zu jagen, was man NICHT hat? Irgendwie kann ich das jetzt…

Ob ich dabei etwas vermisse?

Ehrlich gesagt, nein. Was in den nächsten Wochen sein wird, weiß ich nicht, aber die Zuversicht stirbt zuletzt. Hilfe beim Einrichten und dem bewussten Neuanfang bekomme ich durch liebe Freunde.

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Das strahlende Gesicht meiner Mucki beweist mir obendrein, dass die Entscheidung richtig war. Sie blüht richtig auf, genießt den Platz in der Wohnung, tanzt wie wild durch die Räume und wirkt ausgelassen.

Stadtkind wird Landei

Wer mich seit der Kindheit kennt, weiß, ich bin im Vorort großgeworden. Abhängig von älteren Freunden mit Führerschein und Auto, entfloh ich dem Kaff regelmäßig und bestritt die Sünden meiner Jugend. Ich wollte damals einfach um jeden Preis raus aus dieser sogenannten „Idylle“.

Eigentlich war es vielmehr ein Gefängnis für mich, als ein Ort der Ruhe. Ich fand es damals nämlich einfach zu ruhig, zu besonnen, zu langweilig. Ich wollte raus und das um jeden Preis.

15 Jahre später denke ich anders darüber. Ganz anders sogar. Die Stadt raubt mir den letzten Nerv und macht mich hibbelig. Das überträgt sich dann sogar auf mein Kind. NICHT GUT!

Ich fühle mich übermannt von so vielen Angeboten sei es kulinarisch, designerisch oder im Bereich Fashion. Ich liebe natürlich Mode und ich könnte täglich Shoppen gehen und würde sicher auch fündig werden, aber alles hat mal ein Ende.

Dieses ganze (Über)Angebot reizt mich irgendwie nicht mehr und ich fühle mich auch nicht wie üblich magsich davon angezogen. Im Gegenteil, es nervt mich. Ich kenne meine Bedürfnisse sehr gut und in Sachen Mode mache ich eigentlich seit jeher was ich will, also warum nicht mal auf Abstand gehen?

Zuletzt war es gang und gebe, sich im Revier auszukennen, die Trends zu verfolgen und einfach zu kaufen. Getrieben vom Angebot und der eigenen inneren Nachfrage (nach mehr).

Als ich kürzlich meinen neuen Schrank eingeräumt habe, ist mir bewusst geworden, wieviel Kleidung eigentlich sinnlos auf die vielen Bügel gehängt wird. Brauch doch echt kein Mensch und beschreibt ziemlich gut, warum ich einfach mal ne Auszeit nötig habe.

Der Weg zu all den Shoppingsünden ist streng genommen nicht weit und wenn mich das Fieber wieder packt, dann fahr ich einfach ganz bewusst rein ins Chaos und werd schon sehen, was es wieder neues zu entdecken gibt.

Design und Fashion List

Entspannen im neuen Cozy Home:

Looks

Interior

  • Sostrenegrene  (Stühle, Geschirr)
  • Westwing (Couch, Couchtisch, Pouf, Vase grün, Deko Wohnzimmer)
  • Höffner  (Esstisch, Gitterkorb schwarz)
  • Ikea  (Besta, Leiter Wand)