Mit Kleinkind unterwegs und Lage unterschätzt

Dieser Beitrag ist weder von langer Hand geplant noch wäre ich in diesem Moment darauf gekommen, mich ernsthaft mit diesem Thema zu befassen. Es geht um Momente, in denen du als Mutter mal kurz unaufmerksam bist und dein Kind einfach macht, wonach ihm/ihr der Sinn steht.

Was dabei rauskommt, zeig ich euch direkt mal mit dem nachfolgenden Bild. Mama ist in ein tiefes Gespräch verwickelt, sieht das eigene Kind in der Nähe spielen und glaubt, die Situation völlig im Griff zu haben.

Wenn Unachtsamkeit gefährlich wird

Falsch gedacht. In unserem Fall musste neulich „nur“ eine Tube Multilind Wundcreme und die Fensterfront des Münchner Frühstückcafes Cotidiano dran glauben. In anderen Fällen kann jedoch deutlich Schlimmeres geschehen.

Es fliegen Haarsträhnen, weil Geschwisterkinder die Schere für sich entdeckt haben, das Kind verläuft sich im Biergarten weil Mama und Papa tiefe Liebesblicke austauschen, die Handfläche landet beim Besuch der Oma auf der Herdplatte oder der Nachwuchs fällt im langersehnten Südeseeurlaub samt Kinderwagen kopfüber auf den Asphalt und schlägt sich das komplette Kinn auf.

Alle vorangegangenen Beispiele sind nicht an den Haaren herbeigezogen, nö, ist alles im Freundes- und Bekanntenkreis wirklich so passiert. Der Schrecken, die Angst, Wut über die eigene Fahrlässigkeit und große Vorwürfe plagen dann den Geist einer Mutter und es wird einem schlagartig bewusst, wie wichtig unsere Achtsamkeit doch ist.

Wir leisten im Mama-Alltag wirklich eine Menge und auch Mütter verdienen einsame Momente, so ganz für sich alleine. Wenn diese im Alltag gänzlich ausbleiben, nutzt man viel eher eine sicher geglaubte Situation aus und lässt das Chaos nahezu bewusst über sich hinein brechen.

Ich gebe zu, ganz koscher war mir die Angelegenheit nicht, als ich mit dem Rücken gekehrt zu meinem Kind saß und es für eine lange Zeit ziemlich still hinter mir blieb. Aber ich hab die Konsequenz in Kauf genommen. Als Mama darfst du nicht unaufmerksam sein. Das Kommando über die Situation abgeben oder die Augen verschließen und das Kind einfach mal machen lassen, kann unschön und sogar gefährlich enden.

Und wenn du es doch tust, kommt wenn’s gut läuft, nur sowas dabei heraus.

Mein Kind fühlt sich unbeobachtet und nutzt die Lage völlig aus

Die Maus hat mittem im Lokal ihren kompletten Rucksack auseinander genommen und unterm Tisch für reichlich Sauerei gesorgt. Ich saß unmittelbar in ihrer Nähe, allerdings war ich nicht achtsam und habe die Situation ordentlich unterschätzt. Klar kannst du solche Momente nicht mit einem Sturz oder Ernst zunehmenden Verletzungen vergleichen, doch Unachtsamkeit fordert ihr Tribut.

Wenn der Tag also lang war, die Kraftreserven aufgebraucht sind und die Nerven nahezu blank liegen, einfach den Gang rausnehmen und aufs Wesentliche beschränken. Genau jetzt, so kurz vor Weihnachten, wo alles so unfassbar perfekt sein muss, fehlt das Auge für die wirklich wichtigen Dinge.

Entspannung und Zeit für einen selbst, gehört auch dazu. Ich behaupte sogar, es ist wesentlicher Bestandteil eines gesunden Lebens. Wer sich keine Auszeit gönnt, setzt die eigene Gesundheit langfristig aufs Spiel. Ich möchte euch in diesem Beitrag meine persönlichen Tipps in Sachen Entspannung preisgeben und beziehe mich weitesgehend auf Angebote aus meiner Umgebung.

Vielleicht ist was für euch dabei und ihr könnt den Anlass nutzen und euch zu Weihnachten mal so richtig verwöhnen lassen.

Top 5 Wohlfühlmomente für Mütter

1.Wellnesstag einlegen.

Wer in München oder Umland lebt, hat sicherlich schon was vom Bayerischen Hof gehört. Dort könnte man problemlos einen ganzen Tag füllen, ohne die Hotelfläche überhaupt verlassen zu müssen. Eine Welt für sich. Es gibt einen SPA Bereich, ein eigenes Kino, eine ausgesprochen schöne Rooftop Bar und ein kleiner Geheimtipp: Das Trader Vic’s im Keller des Hauses. Das sind nur einige Vorzüge, für mehr, solltet ihr einfach mal auf der Homepage des Hotels vorbeischauen.

2. Ein gutes (Hör)Buch mit in die Wanne nehmen.

Als Mama bleibt selten Zeit für ein langes und ausgiebiges Lesevergnügen. Zum Glück gibt es Audible. Dort kannst du dir dein Lieblingsbuch auch gleich als Hörbuch runterladen und dich beim Erledigen der Hausarbeit bestens entertainen lassen. Da macht Wäsche waschen, bügeln oder kochen wieder Spaß, ganz großes Indianerehrenwort. Derzeit gibt es den ersten Monat gratis zum Testen. Klickt euch rein, es lohnt sich.

3. Allein ins Kino gehen.

Ja warum denn nicht? In Ruhe einen Film nach Wahl anschauen, Popcorn futtern und mal wieder herzhaft Lachen. Ich empfehle derzeit Bad Moms 2. Gigantisch und einfach so herrlich realistisch.

4. Kurztrip mit Freundinnen planen.

Das mache ich jedes Jahr aufs Neue und für 2018 ist die Entscheidung bereits gefallen. Es geht nach Portugal. Einmal Algarve vor und zurück bitte. Naja fast. Es steht ein neues Mädelswochenende ohne Mann und ohne Kind an. Und nachdem unsere Abschlussfahrt in Lissabon war, dachten wir uns, könnte man sich 12 Jahre später ja mal wieder blicken lassen und neue Eindrücke hinzugewinnen.

5. Ein neues It-Piece gönnen.

Es muss ja nicht immer gleich die Kreditkarte explodieren. Einfach was Schönes kaufen und Freude daran haben. Ich liebe es, mich mit Schmuck zu belohnen. Ein richtiger Hingucker sind die Stücke von ANNA.

In diesem Sinne, passt auf eure Kids auf, denn sie sind das Wertvollste was ihr habt und wenn’s mal wieder zu viel wird, an sich denken und kleine Pausen einlegen.